Face Sitting: Tipps rund um eine gewagte Sex-Position

Face Sitting O*Diaries

Es gibt Sex-Positionen, für die braucht es besonders viel Nähe zum Partner und auch einiges an Vertrauen. Face Sitting ist so eine. Wir haben mal die wichtigsten Infos rund um diese außergewöhnliche Position für Euch gesammelt. Aufsitzen und los geht’s!

Was ist Face Sitting?

Übersetzt bedeutet diese Praktik ganz einfach, dass ein Partner seine Genitalien über dem Gesicht des anderen platziert. Auf dessen Gesicht sitzt, sozusagen. Aber natürlich nicht mit dem ganzen Gewicht, schließlich soll es hier um Befriedigung und nicht um Folter gehen. Auch wenn theoretisch sowohl eine Frau als auch ein Mann der ‚Face-Sitter‘ sein können, ist es in der Regel doch die Frau, die in dieser Position den Cunnilingus  durch den Partner genießt.

Wer denkt, Face Sitting sei ein eher moderner Sex-Trend, der irrt sich. Diese Praktik wurde nämlich bereits in vielen alten Kulturen beispielsweise in China, Indien und Ägypten betrieben. Diese Praktik ist also ‚Oldie, but goldie‘, dennoch sind heute eher wenig Paare damit vertraut und nicht selten wird sie als ‚zu krass‘ empfunden.

Fun Fact: Ende des 20. Jahrhunderts hat Face Sitting sogar für einen Skandal gesorgt, als ein kalifornischer Radiosender de Monty-Python-Parodie ‚Sit on my Face‘ spielte. Die FCC entschied, dass das Lied „aktionsfähig unanständig“ sei, und verhängte eine Geldstrafe von fast 10.000 Dollar für das Abspielen des Liedes. Und 2014 nahm die britische Regierung das Gesichtssitzen in die Liste der sexuellen Aktivitäten auf, die zu extrem sind, um sie in Pornovideos in Großbritannien zu zeigen.

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Wer praktiziert denn nun Face Sitting?

In erster Linie sind es Menschen, die mit BDSM, bzw. Fetisch vertraut sind. Besonders in der Welt der weiblichen Dominanz ist diese Praktik äußerst beliebt. Aus diesem Zusammenhang entstand wohl auch der Begriff ‚queening‘ – in Hinblick auf die weibliche dominante Königin, die auf ‚ihrem Thron sitzt‘., der wiederum von dem unterwürfigen Partner repräsentiert wird. Das Konzept hat eine Reihe von dominanten/unterwürfigen Themen, die auf Partner jeden Geschlechts zutreffen können, auch wenn sie traditionell als weiblich/männlich beschrieben wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich Machtfantasien: Der obere Partner hat die ganze Macht und der untere wird quasi gefangen gehalten, er ist das „Objekt“ der sexuellen Lust.

Face Sitting Techniken

Einige Femdom-Aktivitäten bevorzugen eine bekleidete Version der Königin. Dabei geht es weniger um die körperliche Befriedigung als vielmehr um die Macht des Oberen und die Hilflosigkeit und Frustration des Unteren. Es wird manchmal mit anderen Aspekten des Fetischspiels wie Höschenanbetung, Quetschen, Ersticken und Atemspiel kombiniert. Und es gibt eine Vielzahl moderner Variationen von „Männergesichtshockern“ zu kaufen, die heute als „Queening Chairs“ bezeichnet werden.

Vorzüge des Face Sitting

Natürlich ist Facesitting nicht nur den Anhängern von BDSM vorenthalten. Jeder kann diese Sex-Technik ausprobieren. Und sie bringt auch einige prickelnde Vorteile mit sich…

Es ist psychologisch ermächtigend

Selbst für diejenigen, die nicht an traditionellen BDSM-Machtspielen interessiert sind, ist das Gefühl der Kontrolle immer noch stark und ermächtigend. Das gilt besonders für Menschen mit Vulva, die es vielleicht gewohnt sind, beim Sex eher eine untergeordnete  Rolle zu spielen.

Es ist körperlich ermächtigend

In vielen Stellungen ist die Person, die mit Orlasex verwöhnt wird, den Launen ihres Partners ausgeliefert. Beim Face Sitting hat er oder sie die Kontrolle. Sie können sich so positionieren, dass sie genau dort und so, wie sie es wollen, befriedigt werden. Sie können sich zurückziehen oder nach vorne stoßen, um genau den richtigen Druck auf ihre Genitalien (oder ihren Anus) auszuüben.

Es ist besonders intensiv

Die Stellung mit weit geöffneten Beinen stellt sicher, dass es keine Hindernisse für die direkte Stimulation der Klitoris gibt. Die Folge: besonders intensive Höhepunkte. Zudem ermöglicht die Position einen einfachen und unmittelbaren Zugang zur Klitoris und anderen Bereichen der Vulva sowie zum Anus für diejenigen, die sowohl Cunnilingus als auch Rimming genießen.

Face Sitting – das ist wichtig

Bevor es losgeht mit einer Runde Face Sitting, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Am wichtigsten ist, das beide Partner offen darüber sprechen, ob sie diese Praktik wirklich beide ausprobieren wollen. Denn dieser Akt setzt wirklich jede Menge Vertrauen voraus. Und nehmt Euch Zeit, wenn Ihr es zum ersten Mal probiert. Lasse den potenziellen Top-Partner auf allen Vieren über dem Mund des Bottom-Partners Platz nehmen, mit dem Gesicht nach unten, und senke nach und nach den Schritt, um die orale Stimulation zu beginnen. Wenn alles gut läuft, ist der Gesichtssitz ein natürlicher nächster Schritt. Ebenfalls wichtig: Vereinbart ein Safe Word, mit dem Ihr die Praktik jederzeit beenden könnt.

Face Sitting Positionen

Für Einsteiger:

Ein Partner legt sich mit dem Rücken auf das Bett (oder einen anderen Ort, an dem er flach liegen kann), während der andere über dessen Oberkörper kniet.
Der Obere sollte nun nach vorne „rutschen“, bis seine Knie auf beiden Seiten des Kopfes des Unteren platziert sind, weit genug gespreizt, um einen guten Zugang zu ermöglichen. Er kann sich am Kopfteil festhalten oder seine Handflächen an der Wand hinter dem Bett abstützen, um das Gleichgewicht zu halten.
Die Genitalien (oder das Gesäß) des Oberen sollten sich jetzt über dem Gesicht des Unteren befinden. Nun heißt es langsam nach unten sinken, bis sich die Genitalien des Oberen und der Mund des Unteren berühren.

Sobald sich die Position angenehm anfühlt, kann sich der obere Partner weiter vom Gesicht des unteren Partners entfernen oder ihm näher kommen, um den Druck auf die Klitoris zu kontrollieren. Wenn Du oben bist, versuche, ruhig zu bleiben und Deinen Partner die Arbeit machen zu lassen; dann lasse wiederum ihn ruhig bleiben (mit herausgestreckter Zunge) und bewege Deinen Körper…

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Variationen des Face Sitting:

Sobald Ihr richtig eingespielt seid, spricht nichts dagegen, andere Arten des Face Sitting ausprobieren. Anstatt sich nach vorne zu drehen, kann der obere Partner versuchen, sich den Füßen und Beinen des unteren Partners zuzuwenden (eine Art Wechsel von Cowgirl zu Reverse Cowgirl). Manche Paare mögen auch den Seitensitz, bei dem der obere Partner zur Seite schaut.

Wenn beide Partner das Face Sitting mögen, besteht immer die Möglichkeit, die BDSM-/Femdom-Elemente zu verstärken und Atemspiele oder Smothering einzubeziehen. Denkt aber immer an das Safe Word, denn es kann umso wichtiger werden, je intensiver das Spiel wird.

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Autor

Vor einigen Jahren zog Julia nach Berlin. Nicht der Liebe wegen. Aber um sich tagtäglich mit der Liebe zu beschäftigen. Sie leitete sieben Jahre das Erotik-Ressort bei BILD.de und weil das noch nicht genug an Liebe, Lust und Leidenschaft war, schrieb sie 2016 ein Buch über das Online-Dating. Heute hat sie dem Online-Dating zwar abgeschworen, schreibt aber für O*Diaries weiterhin über die schönste Nebensache der Welt. Zum Ausgleich beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit unromantischen Dingen wie Bergsteigen, Lesen und dem Ghostwriting für verschiedene Buchprojekte.