Internationaler Frauentag: Unsere sexuelle Entwicklung ist eine Reise

vibrator beauty routine

Jedes Jahr am 8. März findet der Internationale Frauentag statt – und das seit mehr als 100 Jahren. Wir finden, das ist ein Grund zu feiern und zwar die Weiblichkeit, den weiblichen Körper und unsere Lust!

#We’ve come a long way: Sexuelle Erfüllung wird immer wichtiger

Es ist noch gar nicht so lange her, da war Masturbation ein Tabu und über Sex wurde generell eher hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Doch das hat sich glücklicherweise geändert. Heute weiß man, wie wichtig sexuelles Wohlbefinden für die eigene Gesundheit ist und es darf ganz offen darüber gesprochen werden. Mehr noch, was dem einzelnen Menschen gut tut, tut der Gesellschaft gut, denn nur eine gleichberechtigte Gesellschaft ist eine gesunde Gesellschaft. Wir finden, das ist ein Grund, am Internationalen Frauentag mal innezuhalten und den Fortschritt zu würdigen. Denn eines ist klar: We’ve come a long way…

Historischer Exkurs in Sachen Selbstliebe & Sextoys

Heute sind unsere Sextoys Schubladen prall gefüllt. Vom Klitoris Stimulator über den Rabbit bis hin zu App-gesteuerten Paartoys, die Auswahl ist riesig! Da aber jeder Liebeszauber einen Anfang hat, lasst uns kurz einen Blick in die Vergangenheit werfen.

Wusstet Ihr, dass die Geschichte der Sextoys bis in die Steinzeit zurückreicht? Kaum zu glauben, aber in einer Höhle am Rande der Schwäbischen Alb fanden Archäologen im Jahr 2005 einen Phallus aus der Steinzeit: ein anthrazitfarbenes männliches Glied aus Siltstein. Das Prachtstück war 19 Zentimeter lang, vier Zentimeter breit, drei Zentimeter dick und 287 Gramm schwer. Sein Alter wird auf stolze 28.000 Jahre geschätzt. We’ve come a long way…

Auch Kleopatra, die Königin der Sinnlichkeit, vergnügte sich bereits mit antikem Spielzeug. Ihr Vibrator war eine Papyrustüte, die mit Bienen, Ameisen oder Fliegen gefüllt war. Kultiviert wurde das Sextoy wiederum, wie so oft, im alten Griechenland
– und zwar etwa 800 Jahre v. Christus. Zu dieser Zeit beglückten Frauen sich mit so genannten Olisbos. Dabei handelte es sich um einfache, aber raffiniert gestaltete Tondildos, die mit lauwarmen Wasser gefüllt waren. Auch Dildos aus Holz und mit Leder überzogen wurden zu dieser Zeit gefertigt.

Im 19. Jahrhundert galt der Vibrator als ‚Wundermittel gegen weibliche Hysterie‘. 1869 erfand der amerikanische Arzt George Taylor den ersten Vibrator der Neuzeit. Der „Manipulator“ war ein Tisch, auf den sich die Patientin mit dem Gesicht nach unten legen musste, während ihr Geschlecht durch einen pedal- oder dampfbetriebenen Stab massiert wurde. Bereits nach zehn Minuten soll der Orgasmus eingesetzt und die Frauen beruhigt haben. Wenige Jahre später erfand Joseph Mortimor Granville den „Percuteur“, einen elektromechanischen, batteriebetriebenen Vibrator.

Sextoys als pure Genussmittel

In den 1960er Jahren kam das Toy dann langsam aber stetig in der Mitte der Gesellschaft an. Zu verdanken ist das unter anderem den ersten öffentlichen Erotikshops, z.B. Beate Uhse im Jahr 1962. Durch die Erfindung von Silikon wurden ab den 1970er Jahren stetig neue und bessere Produkte erfunden. Heute ist die Auswahl riesig – und das ist gut so, denn wir wissen, wie wichtig Masturbieren für unsere physische und psychische Gesundheit ist.

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Internationaler Frauentag 2022: ‚Each for equal‘

Ursprünglich wurde der Weltfrauentag ins Leben gerufen, um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation voran zu treiben. Im Jahr 2022 können wir diesbezüglich viele Erfolge feiern und uns ganz den schönen Dingen widmen: Dass wir in Sachen Selbstliebe und sexueller Erfüllung schon so weit gekommen sind – und die Reise weitergehen wird…

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Autor

Vor einigen Jahren zog Julia nach Berlin. Nicht der Liebe wegen. Aber um sich tagtäglich mit der Liebe zu beschäftigen. Sie leitete sieben Jahre das Erotik-Ressort bei BILD.de und weil das noch nicht genug an Liebe, Lust und Leidenschaft war, schrieb sie 2016 ein Buch über das Online-Dating. Heute hat sie dem Online-Dating zwar abgeschworen, schreibt aber für O*Diaries weiterhin über die schönste Nebensache der Welt. Zum Ausgleich beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit unromantischen Dingen wie Bergsteigen, Lesen und dem Ghostwriting für verschiedene Buchprojekte.