Sex auf Business-Trips: Zwei Geschäftsfrauen packen aus

Sex on business trips

Auf Business-Trips kommt es nicht nur zu geschäftlichen Begegnungen. Oder anders: Manche (heißen) Verhandlungen werden ins Hotelzimmer verlegt und zwischen den Laken ausgetragen. Das ist kein Klischee, wie zwei vielreisende Geschäftsfrauen, nennen wir sie Anna und Bea, im Interview verraten.

Hand aufs Herz: Hattest Du schon einmal Sex auf Business-Trips  – vielleicht sogar mit einem Fremden?

A: Ich habe mehrere Jahre als Unternehmensberaterin gearbeitet. Man arbeitet in Teams und verbringt unter der Woche jede freie Minute miteinander. Tagsüber und natürlich auch morgens bzw. abends im Hotel. Auf einem Projekt in Italien habe ich mich in einen Kollegen verliebt. Ich habe von Anfang gemerkt, dass die Anziehung gegenseitig war – ich habe anfangs jedoch versucht, nicht „mehr“ zuzulassen. Bei einem feucht-fröhlichen Event kam es dann aber doch wie es kommen musste. Wir landeten in seinem Hotelzimmer in einem der besten Business Hotels des Landes. Ich habe nicht mit ihm geschlafen, weil ich Angst hatte, dass es die Runde macht.

B: Ich bin regelmäßig auf Business Trips und empfinde sie immer als Horror. Ich möchte abends nicht zu viel Zeit mit meinen Kollegen verbringen und nach der Arbeit noch über den Job sprechen. Gleichzeitig fühlt man sich oft einsam, wenn man abends allein im Hotelzimmer in einer fremden Stadt ist. Da ich Single und hetero bin, sind für mich Apps wie Tinder optimal. So kann ich selbst in konservativeren Städten wie München oder Zürich gezielt Männer kennen lernen. Letzten Sommer habe ich so Marius kennen gelernt, der mir von Anfang an gut gefiel. Da ich fast jede Woche in der Stadt war, sahen wir uns nach dem ersten Daten regelmäßig und landeten an einem besonders schönen Abend und einigen Cocktails bei mir im Hotelzimmer.

 

Waren Eure Begegnungen befriedigend oder eher eine Enttäuschung?

A: Die Erfahrung mit meinem Kollegen war eine große Enttäuschung. Ein paar Wochen nach dem Vorfall im Hotel fand ich heraus, dass er verlobt war. Hätte ich das gewusst, hätte ich mich niemals darauf eingelassen.

B: Die Spannung zwischen Marius hatte sich über die vielen Dates extrem aufgebaut. Es war ein scheinbar ewiges Vorspiel, das sich zog und zog. Am Tag, als es passierte, habe ich mich schon den ganzen Tag auf unser Treffen gefreut und war extrem nervös. Als wir uns dann nach einigen intensiven Küssen auf mein Hotelzimmer zurückzogen, passierte alles plötzlich ganz schnell und natürlich. Unsere Chemie stimmte auch im Bett und es war eine wundervolle Nacht. Wenn ich nicht ein paar Wochen danach einem anderen Geschäftskunden zugeordnet worden wäre, wodurch ich nicht mehr so häufig in der Stadt war, wären wir vielleicht sogar zusammengekommen

 

Tatort Hotel-Bar: Klischee oder tatsächlich Treffpunkt der einsamen Herzen auf Geschäftsreisen?

A: Wir haben als Team einige Abende an Hotel-Bars verbracht, da wir oft erst spät mit der Arbeit fertig und zu bequem waren, noch irgendwo anders hinzugehen. Ich habe die Bar aber nie als Ort zum Flirten wahrgenommen, sondern eher als eine Möglichkeit, sich zu später Stunde noch mit ein paar Snacks und einem Glas Wein zur Entspannung zu versorgen.

B: Ich habe Hotel-Bars immer gemieden. Ich habe dort zumeist nur alte, verzweifelte Männer gesehen, die dort entweder ihrem Verlangen nach Alkohol nachgingen, oder auf der Suche nach unverbindlichem Sex waren. Die Frauen dort waren zumeist die typischen „Gold Diggers“. Entsprechend fand ich Dating Apps immer deutlich interessanter.

 

Ist Fremdgehen auf dem Business-Trip ein „usual thing“?

A: Ich habe dies ehrlicherweise nie selbst erlebt. Allerdings ist ein guter Freund von mir, der ebenfalls Berater ist, ein begeisterter Fremdgänger auf Business Trips. Er hat früh seine Jugendliebe geheiratet, mir der aktuell im Bett nichts mehr läuft. Entsprechend dankbar ist er für die Abwechslung.

B: Ich glaube, das ist ein Klischée.

 

Gerade als Frau: Wird man während einer Geschäftsreise viel angebaggert?

B: Ich finde, das passiert auf Geschäftsreisen auch nicht mehr als im klassischen Urlaub. Ich habe eher das Gefühl, dass mein Businesskostüm eine gewisse Distanz schafft und vielen Männern und Frauen Respekt einjagt.

 

Ganz allgemein: Was nervt Dich als geschäftreisende Frau besonders?

A: Mich stört, das ich kaum Zeit für mich selbst finde. Man ist ständig in einer „unnatürlichen“ Umgebung und wäre lieber Zuhause mit Freunden unterwegs. Die Zeit auf Geschäftsreisen ist für mich immer in gewisser Weise „verloren“. Ich kann sie nicht so einsetzen, wie ich es mir wünsche.

 

Eine Business-Reise ist eher unsexy – wie kann man sich selbst in Fahrt bringen? Welche Tipps hast Du da?

A: Ich nehme mir immer ein paar teurere Körperpflegeprodukte für ein warmes Bad in der Hotelwanne mit, verführerisch riechenden Badeschaum etc. Die Zimmertemperatur stelle ich hoch und lege mich danach nackt auf die seidig weichen Hotelsheets und streichle mich, wenn ich Lust dazu habe.

B: Ich habe oft Tagträume von Männern, denen ich beim Reisen begegne. Ich versuche, auch an stressigen Tagen immer morgens eine gut duftende Bodylotion aufzutragen und unter dem Business-Kostüm luxuriöse Unterwäsche zu tragen. Die Vorstellung, allzeit „bereit“ zu sein, finde ich sehr erotisch.

 

Dient Masturbation vielleicht auch als Stressabbau, während eines vollgepackten Trips?

A: Absolut. Das ist wie eine Art Meditation für mich. Allerdings muss man sich dafür auch aktiv die Zeit nehmen, was als Unternehmensberaterin alles andere als leicht ist. Der Kunde erwartet von uns ständige Erreichbarkeit.

B: Total, wobei ich auch gerne Bekanntschaften auf Reisen schließe. Das Socializing bringt mich am Abend eines hektischen Tages wieder runter. Und wenn ich mich dabei zu jemandem hingezogen fühle, beflügelt das immer meine abendlichen Phantasien…

 

Wie sieht es mit Sex Toys aus: Ständiger Begleiter oder eher No-Go?

A: Für mich ständiger Begleiter. Ich falle abends oft müde ins Bett, sehne mich aber gleichzeitig nach der körperlichen Entspannung, die sich nach dem Sex einstellt. Da ich mit Sex Toys schneller und intensiver komme, habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, immer meinen Favoriten dabei zu haben

B: Nicht immer, aber immer öfter. Ich habe eine sehr lebhafte Vorstellungskraft und genieße es, mich selbst zu berühren. Ein Sex Toy verschafft einem allerdings dabei eine schöne Abwechslung und teils noch intensivere Höhepunkte.#

 

Was muss ein Sex Toy können, damit Du es auf die Geschäftreise mitnimmst bzw. mitnehmen würdest?

B: Es sollte klein und diskret aussehen, so dass es bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen nicht weiter auffällt und auch nicht direkt erkannt wird, wenn man den Koffer vor Kollegen kurz öffnet. Zudem ist mir wichtig, dass das Toy nicht einfach angehen kann und es Sicherungsknöpfe bzw. einen Deckel gibt. Da ich gerne intensiv stimuliert werde, brauche ich zudem ein Toy, das trotz kleiner Größe viel Leistung bringt. So wie der Womanizer Liberty.

Wieso bevorzugst Du vielleicht sogar ein Toy, anstatt Sex mit einem Mann – einer Frau?

A: Ab und an schon – wenn ich abends müde bin und meinen ganz eigenen „Me Moment“ mit meinem Körper suche. Da wäre eine andere Person störend – auch wenn das erst einmal etwas seltsam klingt. Es ist ab und an einfach herrlich, sich ganz auf sich selbst fokussieren und einstellen zu können.

B: Niemals. Für mich sind das eine und das andere absolut komplementär und beides hat seine Berechtigung…

womanizer Liberty

Womanizer Liberty

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Autor

Frieda arbeitete für mehr als 10 Jahre als Journalistin. Sie schrieb über Osterrezepte und Stilikonen, über den menschlichen Stoffwechsel und Michelin-besternte Restaurants. Kurzum: Sie schrieb über alles. Bis auf Sex. Und das aus gutem Grund. Lange hielt Frieda sich für durchschnittlich sexuell und überließ das Expert*innenwissen lieber anderen. Bis eine Trennung sie bewog, die Pille nach 14 Jahren abzusetzen. Da war Frieda 28. Und erst zu diesem Zeitpunkt entdeckte sie ihre wunderbare Sexualität neu. Und ihre wahre, echte, hungrige, einzigartige Libido. Seitdem praktiziert sie Sex nicht nur auf eine ganz neue Art und Weise. Sie schreibt und spricht auch darüber. Und war noch nie so erfüllt wie heute!