Sex mit Fremden im Hotel: Ich bereue nichts

i had sex with a stranger

Sex mit einem völlig Fremden in einem eleganten Hotel ist DAS Rollenspiel in der Fantasie vieler Paare. Sich zufällig an der Bar treffen und  für ein oder zwei Drinks und anschließend für den Schlummertrunk ins Hotelzimmer zu gehen, mag ein Klischee sein, aber unsere Autorin Nadia Bokody hat es ausprobiert. Hier kommt ihr Erfahrungsbericht… Es ist Freitagnachmittag, 15 Uhr und ich habe mich von der Arbeit weggeschlichen, um Sex mit einem völlig Fremden in einem Hotel zu haben. Das ist nichts, das ich normalerweise tue. Zum Teufel, es ist nichts, dass ich überhaupt irgendwann tue.

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Plötzlich Ehefrau 

Andererseits ist in meinem Leben derzeit nichts der Status quo. Vielleicht sollte ich ein wenig zurückgehen… Wie viele junge Frauen verliebte ich mich in meinen frühen Zwanzigern Hals über Kopf in einen Mann und beschloss, zu heiraten. Aber ein paar Jahre später, als die Realität eingetreten war, fühlte ich mich irgendwie festgefahren. Ich wollte nicht die Ehefrau von jemandem sein. Ich kannte mich selbst noch nicht einmal, noch weniger war ich dafür gerüstet, die nächsten 50 Jahre gemeinsam mit einer anderen Person zu verbringen.  

Aber die Ehegelübde waren nun mal ausgetauscht, und das Wunschgeld war bereits ausgegeben worden. Und so beharrte ich weiter darauf. Ich versuchte, die Rolle auszufüllen, auch wenn es sich anfühlte wie ein kratziger Pullover an einem heißen Tag. Ich versuchte die zu sein, von der ich dachte, dass ich sie sein muss, damit unsere Beziehung funktioniert und während ich das tat, entfernte ich mich immer weiter von mir selbst. 

Wenn ich keine Ehefrau mehr war, wer war ich dann?

Das Ende der Ehe

Bis zu dem einen Tag, an dem alles zerbröckelte. Als ich mich selbst in Tränen aufgelöst mit einem Glas Wein in der Hand mit meiner Mutter in einem Restaurant wiederfand, und gestand, dass ich mich scheiden lasse. Das Gewicht meines Beziehungsversagens brach auf meinen Brustkorb ein wie eine schwere Hantel und nahm mir die Luft zu atmen. Wenn ich keine Ehefrau mehr war, wer war ich dann?

Sexuell frustriert 

Auf der Suche nach einer neuen Identität ging ich auf unzählige Online-Dates. Aber sie konnten das unbeschreibliche Gefühl von innerer Leere nicht stopfen. Nichts konnte das. So kam es, dass ich an einem Freitagnachmittag im Büro zusammensackte und leise auf meine Tastatur schluchzte. 

Eine befreundete Kollegin, die mir gegenübersitzt, drehte sich zu mir um, um zu sehen, was passiert war. 

„Ich fühle mich so verloren …“, gestand ich. Und so alleine..“, fuhr ich fort und wischte mir die verschmierte Mascara unter den Augen weg. 

„Wann hattest du denn das letzte Mal Sex?“, fragte sie, ohne mich aus den Augen zu lassen. 

„Seit Monaten nicht mehr, ich fühle mich total sexuell frustriert“, brach es aus mir heraus. 

„Und warum machst du dann nichts dagegen?“, fragte sie so, als wäre das genauso einfach wie einmal um den Block zu laufen. 

„Du hattest jede Menge Online-Dates. Schreib einem der Jungs und bittest ihn, dich in dem Hotel zu treffen, das wir für unseren Mädelsabend gebucht haben“, schloss sie. 

„Wirklich? Und wie soll ich das überhaupt machen?“, gab ich zurück. 

„Der Check-In ist jetzt offen. Sag ihm, du triffst ihn in einer halben Stunde dort. Ich vertrete dich hier bei der Arbeit. Die Mädels und ich treffen uns dort in ein paar Stunden nach Feierabend“, erklärte sie, als sei das Selbstverständlichste auf der Welt. Und so fand ich mich selbst in einem Hotelzimmer wieder, um einen Kerl zu treffen, mit dem ich zuvor gerade mal ein Date hatte und unverbindlichen Sex zu haben.

Es war eine derartige Freiheit, mit einem Kerl zu vögeln, den ich anschließend nie wiedersehen würde.

Eine völlig neues Ich 

Der Sex an sich war durchschnittlich, ich erspare Euch die Details. Aber was wirklich außergewöhnlich war, war die Art und Weise, wie ich weinte, als es vorbei war. Es war ein ganz ursprüngliches, frohes Weinen. Es waren Tränen der Erleichterung. Darüber, endlich wieder mit einer Begierde verbunden zu sein, die für so lange Zeit in mir weggesperrt war.  Es war eine derartige Freiheit, mit einem Kerl zu vögeln, den ich anschließend nie wiedersehen würde. Anders als beim Sex mit meinem Mann, fühlte ich nicht den Druck, eine bestimmte Rolle zu erfüllen. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, was die andere Person von mir denkt. Und so verband ich mich mit meiner authentischen Sexualität in diesem Hotelzimmer und es brachte etwas in mir zum Leuchten.  

Darum bereue ich nichts

Heute bin ich viel mehr verbunden mit meinem wahren Ich, als ich es jemals zuvor war. Ich frage danach, was ich im Bett wirklich will und ich bin in der gesündesten und definitiv sexuell erfüllensten Beziehung meines Lebens. Den Mann aus dem Hotel habe ich seither nie wieder gesehen. Ich kann mich nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern. Aber ich werde für dieses Date immer dankbar sein, und für das Geschenk, das ich dadurch erhalten habe.

Manchmal reicht auch der Autopilot…

Nicht jeder erlebt das, was ich erlebt habe – oder möchte es erleben. Sex mit einem völlig fremden Menschen ist nicht jedermanns Geschmack. Wer aber dennoch Abwechslung im Bett will, dem empfehle ich Womanizer PREMIUM. Dank des Autopiloten, der einen immer wieder aufs Neue mit wechselnden Intensitäten überrascht, hat das durchaus etwas von ‘jede Nacht einen neuen Lover’… Probiert es aus!

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Autor

Nadia Bokody ist eine sex-positive Journalistin aus Australien. Ihre persönliche Mission: Frauen in ihrer Sexualität und in Beziehungen zu empowern. Nadia ist Kolumnistin für HuffPost, Mamamia, The Sun, The Washington Post und viele weitere Publikationen. Zudem betreibt sie einen eigenen sex-ed YouTube Kanal mit über 110.000 Abonnent*innen. Wenn Gigi nicht gerade über Sex oder Toys spricht oder schreibt, betreibt sie die globale Frauen Website SHESAID.com.