8 Sex Mythen, die Du nicht länger glauben solltest

Wir haben doch alle schon von Sex-Mythen gehört, besonders wenn wir noch etwas jünger sind.  Einige dieser Mythen sind wirklich haarsträubend. Beispiel gefällig? Here we go: “Masturbiere nicht zu oft, weil dir dann die Orgasmen ausgehen” (das geht natürlich nicht!). Andere Mythen sind so tief in die kulturellen Vorstellungen von Sex eingegraben, dass sie noch bis weit ins Erwachsenenalter hinein wirken und einen Einfluss auf die aktuellen sexuellen Erfahrungen haben. Es ist an der Zeit, mit einigen der am weitesten verbreiteten Missverständnisse über Sex aufzuräumen.

Sex Mythos # 1: Sex ist Penetration

Sex bedeutet Lust, nicht Penetration und schon gar nicht nur Orgasmus. Es ist ein Irrglaube, dass eine harte und schnelle Penetration ein sicherer Weg zu einem Hammer-Orgasmus ist. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Frauen klitorale Stimulation brauchen, um zum Höhepunkt zu kommen. Menschen mit Penis hingegen können den Druck verspüren, durch Penetration zum Höhepunkt kommen zu müssen. All dieser Druck führt zu einer außerkörperlichen Leistung statt zu einer verkörperten Erfahrung. Die Menschen tun das, was sie für Sex halten, anstatt das zu tun, was sich in diesem Moment für sie gut anfühlt. Nimm das Ziel in Sachen Sex weg, nur so kannst Du Sex, Intimität, die Erkundung und die Kommunikation priorisieren, was Dir erlaubt, neue Wege der Lust zu entdecken und eine Definition von Sex zu schaffen, die für Deinen Körper funktioniert.

Sex Mythos # 2: Meine Genitalien sind nicht normal

Genau so wie unsere Gesichter unterschiedlich sind, so ist es auch mit unseren  Genitalien.  Die Genitalien, die man in Pornos sieht, wurden digital verändert, damit sie vermeintlich besser aussehen. Lass Dir bitte nicht verklickern, dass die Vulva so aussieht. Es gibt nichts Falsches, Abnormales oder Seltsames an Deinen Genitalien. Du hast Schmerzen? Wenn ja, sprich mit einem Arzt, einer Ärztin. Wenn nicht, dann sind Deine Genitalien völlig normal, gesund, schön und perfekt, genau so wie sie sind. Bei Menschen mit Vulva können die Schamlippen in der Farbe variieren, von hellrosa bis dunkelbraun. Eine äußere Schamlippe kann größer sein als die andere oder die inneren Schamlippen können unter den äußeren Schamlippen hängen. Auch Penisse gibt es in allen Formen und Größen. Das ist normal.

Sex Mythos # 3: Irgendwas stimmt mit meiner Libido

Die meisten Menschen haben ein falsches Verständnis von sexuellem Verlangen. Sie denken, dass man, sobald man sich in jemanden verliebt hat, ihm in jedem Moment die Kleider vom Leib reißen möchte. Und dass sie dieses spontane Verlangen haben werden – einen Drang nach Sex, der scheinbar aus dem Nichts kommt. Aber für viele Menschen funktioniert das mit dem Verlangen nicht auf diese Weise. Es gibt noch eine andere Art, Lust zu empfinden, die ebenfalls gesund und normal ist: das sogenannte “reaktive Verlangen”. Dabei bist Du erregt als Reaktion auf Erregung einer anderen Person. Dein Partner kommt rüber und fängt an, Deinen Nacken zu küssen und Du denkst: “Oh, richtig, Sex, eine gute Idee”. Es ist üblich, dass Menschen in einer Beziehung das Verlangen unterschiedlich erleben. So ein kleiner Überblick zum Thema schadet also gar nicht.

Libido, Begehren und Erregung können einzigartig, unerwartet und überraschend sein. Wir alle werden sie unterschiedlich erleben.  Die gute Nachricht: Es gibt einige praktische Dinge gibt, die Du tun kannst, um ein Sexualleben zu schaffen, das erfüllend und offen für Lust ist. Lustdiskrepanz ist der häufigste Grund, warum Paare eine Therapie aufsuchen, und es gibt einige unglaubliche Praktiken, Therapien und Kurse, die Dir helfen können, Libido, Lust und Erregung zu steuern.

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Sex Mythos # 4: Toy desensibilisieren Dich

Vibratoren können und wollen Deine erogenen Zonen natürlich nicht abstumpfen. Vibratoren können Deine Nervenenden nicht abreiben oder sie in irgendeiner Weise beschädigen. Also tief durchatmen, hier kommt eine Erklärung.

Die Behauptung, dass man die Nervenenden der Klitoris desensibilisieren kann, hängt mit der Scham und dem Stigma zusammen, die immernoch mit Sexspielzeug und Masturbation verbunden sind. Menschen mit einer Vulva wird gesagt, dass ein Vibrator sie für den Sex in der Partnerschaft “ruiniert” und dass sie süchtig nach ihrem Vibrator werden. Ein Mythos, der Lust und Masturbation in ein schlechtes Licht rückt. Solo-Sex ist Sex. Du kannst Deine Genitalien nicht desensibilisieren, indem Du masturbierst.

Umfangreiche Forschungen haben gezeigt, dass Frauen und Menschen mit Vulva durch die Stimulation ihrer Klitoris schneller und leichter zum Orgasmus kommen –  zusätzlich zu allen anderen sexuellen Erfahrungen wie Penetration. Die Verwendung von Vibratoren kann alle Menschen dabei unterstützen, die Stimulation zu erhalten, die sie wollen oder brauchen, um sich gut zu fühlen. Eine kleine Studie, die im Journal of Sexual Medicine aufgezeichnet wurde, fand außerdem heraus, dass die Mehrheit der Vibrator-Benutzer*innen keine unerwünschten oder negativen Symptome hat. Ein Beispiel: Du bist lange gesessen und Dein Po fühlt sich leicht taub an. Also stehst Du auf, bewegst Dich, schüttelst ihn aus und das Gefühl kehrt zurück. Das hält Dich jetzt aber nicht davon ab, dich zu setzen, weil Du befürchten musst, jedes Mal mehr Gefühl in Deinem Hintern zu verlieren. Das Gleiche gilt für die Selbstbefriedigung. Wenn Du jedes Mal auf die gleiche Weise masturbierst und beginnst, ein Gefühl der Taubheit zu verspüren, oder wenn Du beim Sex mit anderen weniger empfindlich auf Stimulation reagieren. Mach einfach eine Pause, erneuere Deine Masturbationsroutine und probiere etwas Neues aus! Die Lust wird immer wieder zurückkehren. Versprochen!

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Sex Mythos # 5: Männer denken alle sieben Sekunden an Sex

Herzlich Willkommen in den guten alten Gender Klischees! Der Mythos, dass Mann am Tag nichts Besseres zu tun hat, als alle sieben (!) Sekunden an Sex zu denken, ist leider immer noch nicht ausgestorben. Ganz ehrlich, wäre das wirklich so, was wäre dann auf der Welt los? Klar, es gibt wenig schönere Dinge, an die man möglichst oft denken sollte, aber so häufig ist dann doch etwas unrealistisch. Wäre es so, wären die meisten Herren der Schöpfung wohl nicht mehr in der Lage, ein Leben mit Job, Familie und Freunden zu führen. Unabhängig davon, dass die Häufigkeit Quatsch ist, schwingt in diesem Mythos auch noch das alte Klischee mit, dass Frauen nicht so oft an Sex denken. Fakt ist, dass Wissenschaftlern zufolge die Libido bei beiden Geschlechtern relativ gleichmäßig verteilt ist. Frauen und Männer denken also gerne und oft an Sex – nur eben nicht alle sieben Sekunden…

Sex Mythos # 6: Nur Frauen täuschen Orgasmen vor

Unabhängig davon, dass in einer perfekten Welt niemand mehr einen Höhepunkt vortäuschen müsste, ist es ein Mythos, dass nur Frauen zwischen den Laken schwindeln. 16 Prozent der Männer haben laut einer Umfrage schon mindestens einmal einen Orgasmus vorgetäuscht. Einziger Beweis, dass er nicht wirklich gekommen ist: der fehlende Samenerguss. Und hier ist das Kondom die Lösung. Doch warum spielt man überhaupt einen Höhepunkt vor? Bei beiden Geschlechtern der gleiche Grund; Es klappt nicht wie gewünscht und man will den Partner oder die Partnerin nicht enttäuschen.

Sex Mythos # 7: Nach 5000 Schuss ist Schluss

Angeblich soll der Spermavorrat eines Mannes nach 5000 mal Kommen erschöpft sein. Uff, gibt es dieses Limit etwa wirklich? Keine Sorge liebe Männer, Ihr könnt aufatmen. Diese Aussage stammt eindeutig aus dem Reich der Mythen. Sperma wird bis ins hohe Alter ständig nachproduziert und geht somit nicht aus.

Sex Mythos # 8: Getränke verändern den Geschmack des Spermas

Was der Liebste trinkt, sorgt dafür, was sie beim Schlucken schmeckt? Nope. Ja, der Geschmack des männlichen Samens kann sich durch Medikamente und bestimmte Nahrungsmittel verändern. Allerdings dauert das Stunden, bis es sich auswirkt. Durch Bier, Fleisch, Spargel, Salz, Knoblauch, Nikotin und Aspirin geht der Geschmack ins Unangenehme, durch Ananassaft wird es süß.  Wer also genügend Geduld mitbringt, kann das ja mal ausprobieren.

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Autor

With training in direct experiential learning, Georgia applies a client-centred approach to educate and support people to become more aware of their bodies, sex and sexuality. Georgia is certified in somatic sexology, sex education and coaching, and embodied counselling. As well as working with clients in session, Georgia facilitates workshops, is a media commentator, works in sex-tech, is developing a sex & relationship app powered by AI, and travels Australia-wide presenting to students, health professionals and educators on how to have useful, safe and intentional conversations about sex. Georgia is the Australian Ambassador for We-Vibe, an innovative company that designs and manufactures world-leading couples and solo vibrators.