Schräger BDSM Trend: Was ist eigentlich Cuckolding?

Cuckolding O*Diaries

Der eigene Partner, der sich anderweitig vergnügt, während man selbst dabei zusieht? Klingt für viele Menschen wahrscheinlich wie eine Horrorvorstellung. Für viele, aber nicht für alle… Manche stehen auf die vermeintliche Untreue und werden richtig heiß in der Rolle des Voyeurs. Und das Ganze hat auch einen Namen: Cockolding.

Was ist Cuckolding?

Cuckolding ist bei Männern einer der liebsten Porno-Trends (laut einer Studie der Boston University) und bedeutet, dass man selbst dem Partner, bzw. der Partnerin beim Sex mit einer anderen Person zusieht. Untreue als Anheizer sozusagen. Der Cuckold (BDSM-Bezeichnung für den beobachtenden Part) genießt im Zusehen eine Art Vorspiel und wird dabei so heiß, dass er es kaum erwarten kann, selbst Sex mit der Partnerin zu haben.

Cuckolding: Warum stehen vor allem Männer darauf?

Die Liebste beim Sex mit einem anderen sehen – müsste da nicht eigentlich die Eifersucht hochkochen und jegliches lustvolles Gefühl verdrängen? Sollte man meinen. Aber da gibt es in der männlichen Biologie etwas, das durchaus als Erklärungsversuch für das Phänomen Cuckolding zu werten ist: die Spermienkonkurrenz. Spermien, what? Unter Spermienkonkurrenz versteht man den Vorgang, dass Männer in einer Konkurrenzsituation mehr Sperma produzieren als in normalen Situationen. Evolutionsbiologisch dient das, um die eigene Fortpflanzung zu sichern. Sieht Mann eine Partnerin nun im Bett mit einem (vermeintlichen) Konkurrenten, rappelt es bei ihnen richtig in der Hose. Oder anders: Ihre Männlichkeit wird bedroht? Na dann arbeitet der eigene Körper umso fleißiger!

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Cuckolding als BDSM-Praktik

Cuckolding lässt sich der Fetischszene zuordnen und wird immer beliebter im Schlafzimmer. Zumindest für Anhänger des BDSM. Eifersucht wird hierbei gezielt genutzt, den anderen Gefühle wie Dominanz und Konkurrenz spüren zu lassen. Ziel: maximale Erregungssteigerung. Der Cuckold ist der ‚gehörnte Ehemann‘, die Frau wird als ‚Hot Wife‘ bezeichnet.

Tipps für Cuckolding im eigenen Schlafzimmer

Ihr wollte diese Praktik ausprobieren, seid Euch aber noch unsicher? Kein Problem. Zunächst einmal solltet Ihr wissen, dass Ihr fürs Cuckolding nicht zwingend sofort eine dritte Person ins heimische Schlafzimmer holen müsst. Es gibt nämlich eine ‚Light-Version‘ davon. Stichwort: Fantasie & Dirty Talk. Erzähle Deinem Partner doch einfach davon, wie Du Sex mit einem anderen hast – und zwar jedes schmutzige Detail… Das sorgt bei ihm garantiert für Kopfkino und eine große Portion Erregung…

Solltet Ihr Cuckolding wirklich mit einer dritten Person ausprobieren wollen, beachtet bitte folgende Tipps. Nicht, dass das Ganze am Ende im Drama und nicht mit einem Orgasmus endet…

  • Offene Worte: Sprecht vorher ganz offen darüber, warum Ihr das ausprobieren wollt, was Ihr Euch davon versprecht und vor allem, ob Ihr das wirklich beide wollte. So eine Praktik nur dem Partner zuliebe auszuprobieren, geht meist nach hinten los.
  • Rückzugsmöglichkeit: Du hast dem Ganzen das Go gegeben, bist jetzt aber doch unsicher? Stellt jederzeit sicher, dass beide die Chance für einen Rückzug haben. Wenn es sich nicht absolut richtig anfühlt, bleiben lassen!
  • Sex-Partnerwahl: Die Person, mit der man vor den Augen des eigenen Partners Sex hat, soll gut ausgewählt sein. Und zwar von beiden. Steigt man beispielsweise mit dem verhassten Kollegen des Liebsten ins Bett, dürfte das bei dem kaum für Erregung sorgen…
  • Verhütung: Überflüssig zu erwähnen, aber ein Kondom sollte bei einem derartigen Abenteuer Pflicht sein.

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Autor

Vor einigen Jahren zog Julia nach Berlin. Nicht der Liebe wegen. Aber um sich tagtäglich mit der Liebe zu beschäftigen. Sie leitete sieben Jahre das Erotik-Ressort bei BILD.de und weil das noch nicht genug an Liebe, Lust und Leidenschaft war, schrieb sie 2016 ein Buch über das Online-Dating. Heute hat sie dem Online-Dating zwar abgeschworen, schreibt aber für O*Diaries weiterhin über die schönste Nebensache der Welt. Zum Ausgleich beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit unromantischen Dingen wie Bergsteigen, Lesen und dem Ghostwriting für verschiedene Buchprojekte.